In der IT-Welt gibt es den Begriff QA (Quality Assurance) — das sind Menschen, die ein Produkt auf Stabilität, Benutzerfreundlichkeit und Einhaltung von Standards prüfen. Als ich mit der Entwicklung der Plattform BuBuTales.net begann, wusste ich, dass ich einen besonderen Spezialisten brauchen würde. Jemandem, der nicht nur einen „Bug“ im Code findet, sondern mit dem Herzen spürt, ob die Geschichte „funktioniert“.
So tauchte in unserem Team der strengste und ehrlichste Tester auf — meine kleine Tochter.
Emotionales Feedback statt trockener Berichte
Professionelle Tester schreiben Logdateien, aber meine Tochter strahlt einfach oder wendet sich ab. Das ist unser wichtigstes Qualitätskriterium.
• Engagement-Test: Wenn sie beim Vorlesen eines Entwurfs eines neuen Märchens über Disney-Helden oder Anime-Charaktere inne hält und anfängt, Fragen zu stellen, sind wir auf dem richtigen Weg. Wenn das Kind anfängt, nach einem Spielzeug in der Nähe zu suchen, verstehe ich: Die Handlung muss „nachgebessert“ werden, mehr Dynamik erhalten oder die Sprache muss einfacher werden.
• Bearbeitung von Inhalten: Dank meiner Tochter passen wir komplexe Begriffe an. Sie lehrt uns, die Welt mit ihren Augen zu sehen. Wenn ein Märchen lehrreich, aber zu belehrend (langweilig) ist, lässt sie es uns als Erste wissen. Wir streben danach, dass jede Geschichte auf der Website ohne zusätzliche Erklärungen von Erwachsenen verständlich ist.
Kindgerechtes Design
Wenn ich am Interface der Website arbeite, rufe ich sie oft zum Bildschirm. „Papa, wo ist Elsa?“ oder „Oh, was für ein lustiges Pikachu!“ Diese einfachen Sätze sind die beste Prüfung für unsere visuelle Identifikation. Wenn ein Kind einen Helden in einer Illustration sofort erkennt, bedeutet das, dass unser Kategoriensystem („Trickfilme“, „Anime“, „Spiele“) richtig funktioniert.
Testen des „Schlafmodus“
Eine der wichtigsten Phasen ist das abendliche Vorlesen. Hier prüfen wir alles:
1. Typografie: Ist es für mich bequem, den Text auf dem Smartphone in der Halbdunkelheit des Raumes zu lesen? Werden die Augen müde?
2. Audiobegleitung: Wenn wir die Audioversionen testen, hört meine Tochter unsere Stimmen. Das hilft uns zu verstehen, ob wir das richtige Tempo gewählt haben und ob es angenehm ist, bei einer solchen Erzählung einzuschlafen. Wenn sie mit einem Lächeln zu unserer Vertonung einschläft, ist der Test zu 100 % bestanden.
Mehr als nur Software
Die Beteiligung meiner Tochter am Projekt hat die gesamte Philosophie von BuBuTales.net verändert. Wir haben erkannt, dass wir nicht nur eine „Website mit Texten“ erstellen, sondern ein Werkzeug für die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern. Das Fazit ist einfach: Die besten Produkte für Kinder entstehen dann, wenn die Kinder selbst Teil des Prozesses werden.